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News: GfK GeoMarketing Magazine 02/2009
 
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Autor Thema: Wohlstand kann man nur mit Förderung der Bildung und Innovationskraft halten  (Gelesen 328 mal)
paff
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« am: Juni 26, 2009, 03:22:11 »

GfK Kaufkraft-Experte Dr. Eberhard Stegner: „Deutschland kann seinen Wohlstand nur mit Förderung der Bildung und Innovationskraft halten.“

Im Rahmen seines Vortrags auf der GfK-Tagung am 26. Juni in Nürnberg präsentierte Dr. Eberhard Stegner eine eigens für die GfK-Tagung mit dem Motto „Konsum 2020: Perspektiven für Hersteller, Handel und Verbraucher“ berechnete Prognose der regionalen Kaufkraftentwicklung in Europa. Deutschland liegt laut Stegner derzeit im oberen Mittelfeld. Diese Stellung sei angesichts der demografischen Herausforderungen in Ostdeutschland nur durch Bildung und Innovation zu halten.

Dr. Eberhard Stegner, Geschäftsführer von GfK GeoMarketing, stellte auf der GfK-Tagung zum 75. Jubiläum des GfK e.V. eine exklusive Kaufkraftprognose für Europa vor. Dabei untersuchte er exemplarisch die vier Länder Deutschland, Italien, Schweden und Polen als Repräsentanten für Ost-, West-, Süd- und Nordeuropa und als typische Repräsentanten eines derzeit sehr hohen Wohlstands (Schweden), Wohlstands im oberen Mittelfeld (Deutschland), im unteren Mittelfeld (Italien) und derzeit noch insgesamt niedrigen Wohlstands (Polen).

GfK GeoMarketing, Herausgeber der jährlichen GfK Kaufkraftstudie, hat speziell für die GfK-Tagung die europäischen Länder hinsichtlich der Entwicklung ihrer regionalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen untersucht. Auf Basis dieser Analysen wurden die jeweiligen regionalen Zukunftsaussichten und die Kaufkraftentwicklung bis 2020 bewertet.

In seiner Präsentation zeigte Dr. Eberhard Stegner, dass die unterschiedlichen demografischen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Ausgangsbedingungen in den verschiedenen Regionen der vier stellvertretenden Länder auch zu einer sehr differenzierten Entwicklung der Kaufkraft der privaten Haushalte bis zum Jahr 2020 führen werden.

Die Kaufkraft einer Region hängt von ihrer Wirtschaftskraft ab. Niedrige Arbeitslosigkeit und hohe Löhne sind Voraussetzung für eine hohe Kaufkraft. Ein hohes Bildungsniveau und Erfindergeist sind weitere Faktoren, die stark die aktuelle Kaufkraft beeinflussen und darüber hinaus eine positive Entwicklung in der Zukunft ermöglichen. Die Prognose von GfK GeoMarketing stützt sich auf den Zeitraum zwischen 1999 bis 2007, so dass temporäre Boom- oder Absturzeffekte geglättet wurden.

Aktueller Europavergleich: Wo sitzt die Kaufkraft?
Ein Blick auf die aktuellen Kaufkraftwerte zeigt, dass in 2008 die Schwerpunkte hoher Kaufkraft in Europa in Skandinavien, Südirland und -deutschland, Norditalien, der Region um Paris und der Schweiz lagen.

Das hohe Preisniveau in Nordeuropa nimmt den Menschen dort jedoch viel von ihrem Wohlstand, während für die Bewohner Osteuropas die dort niedrigen Preise das noch immer deutlich niedrigere Einkommen etwas ausgleichen. Dr. Eberhard Stegner wertet das gegenwärtige deutsche Preisniveau ebenfalls als realen Wohlstandsfaktor: „Die Deutschen können sich ebenfalls über vergleichsweise niedrige Preise freuen, sodass sie sich in der Summe mehr leisten können, als mancher Nachbar mit eigentlich höherer Kaufkraft.“

Die Kaufkraftdichte, gemessen in Euro pro Quadratkilometer, ist laut Dr. Eberhard Stegner für Unternehmen im Einzelhandel ein besonders geeignetes Maß dafür, „wo wie viel zu holen ist“. In Europa fallen die Regionen hohen Wohlstands pro Einwohner mit der Region der höchsten Bevölkerungskonzentration zusammen. Dr. Eberhard Stegner: „Entlang von Themse, Rhein und Po durchzieht ein Band hoher Kaufkraftdichte in Form einer Art „Banane“ den Kontinent. Außerhalb dieses Bandes findet sich Kaufkraft in hoher Dichte nur in einzelnen Stadtregionen.“ .

Zukunftsausblick: Wohin fließt der Wohlstand?
Für die Zukunft erwartet Stegner, dass sich bis zum Jahr 2020 die Länder und Regionen unterschiedlich entwickeln werden: Regionen, die heute schon in Bezug auf die Kaufkraftdichte stark sind, werden ihre Position halten oder weiter ausbauen. Stegner schränkte zugleich ein: „Die Kaufkraft des Einzelnen muss dort allerdings nicht unbedingt auch steigen, da ein Teil des Wachstums in der Region durch Zuwanderungen erzeugt wird, die die Kaufkraftdichte weiter erhöhen, aber nicht zwangsläufig die Kaufkraft je Einwohner.“

Laut Stegner wird im Jahr 2020 von den vier Beispielländern Schweden insgesamt am besten aufgestellt sein. Die Wachstumsregionen liegen hier im Süden und dort vor allem im Südwesten. Die Entwicklung in Italien wird hingegen laut den Tendenzanalysen von GfK GeoMarketing weitgehend stagnieren, wobei die Küstenregionen im Süden ihren Rückstand gegenüber dem Norden geringfügig vermindern werden. Etwas abbauen wird sich auch das europäische West-Ost-Gefälle. Stegner: „Polen wird weiter aufholen, allerdings wird sich die Dynamik deutlich abschwächen.“ Eine zunehmende Bevölkerung wird in Polen vor allem der Region um Krakau einen deutlichen Zuwachs der Kaufkraftdichte bringen. Die Aussichten für einen Anstieg der Kaufkraft pro Einwohner sind dagegen in Westpolen in der Woiwodschaft Lebus am günstigsten.

Stegner sieht Deutschland entsprechend stabil in seiner derzeitigen europäischen Position im oberen Mittelfeld, allerdings: „Ein paar Meter weiter auf der anderen Seite der deutsch-polnischen Grenze sieht die Prognose weniger günstig aus, auch wenn es den Nachbarn in Ostdeutschland heute insgesamt deutlich besser als in Polen geht. In den neuen Bundesländern sorgen schwache Einkommensentwicklung und Bevölkerungsverluste für großflächig rückläufige Kaufkraftdichten.“ Insgesamt wird sich Deutschland laut Stegner positiv entwickeln, getragen durch die alten Bundesländer. Hier sei es in erster Linie der ohnehin schon wohlhabende Süden, in dem zukünftig sogar noch mehr Kaufkraft zur Verfügung stehen wird.

Quelle: http://www.gfk-geomarketing.de/fileadmin/newsletter/pressemitteilung/gfk_tagung_0609.html
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Peter
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« Antwort #1 am: Juni 28, 2009, 02:31:32 »

Weniger Köpfe, mehr Leistung

GfK-Tagung: Mit Innovationen kann Deutschland aufholen
 «Weniger Köpfe,mehr Leistung»

Bitte Bild anklicken!


NÜRNBERG - Es geht bergab mit der deutschen Bevölkerung: Verglichen mit 1960 gab es 2008 nur halb so viele Geburten. Wie kann Deutschland trotz Überalterung der Bewohner wettbewerbsfähig bleiben? Indem wir durch Bildung und Innovationen «aus weniger Köpfen mehr herausholen», lautete eine Botschaft auf der Jahrestagung der GfK im Messezentrum. Auf der Europa-Karte des Wissenschaftlers grassiert das Fleckfieber. Je mehr Patente eine Region anmeldet, desto dunkler die Farbe. Deutschland gehört zu den Erfolgreichen, zumindest in dieser Hinsicht.

Höhere Produktivität gleicht aus

Das Land könne durch mehr Patente und höhere Produktivität die demografischen Nachteile wettmachen, sagt Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung vor rund 550 Zuhörern. Deutschlands miese Noten indes bei der Geburtenrate fielen ohne Zuwanderung noch schlechter aus. Dagegen haben die Franzosen mit ihrer Familienpolitik der vergangenen Jahrzehnte offenbar vieles richtig gemacht. «Selbst Frankreichs Regionen mit der geringsten Geburtenrate stehen immer noch besser da als die kinderreichsten Regionen in Deutschland», sagt Klingholz.     ...

Quelle: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1041623&kat=5
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paff
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« Antwort #2 am: Juni 30, 2009, 08:54:06 »

Wie sieht unsere Gesellschaft im Jahr 2020 aus? Wie konsumieren die Menschen in zehn bis 15 Jahren? Worauf muss sich der Handel einstellen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigte sich die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auf ihrer 59. Tagung zu den Konsumperspektiven für Hersteller, Handel und Verbraucher bis zum Jahr 2020.

Zum 75-jährigen Bestehen der GfK blickten Experten im Rahmen der Tagung, die vergangenen Freitag von rund 550 Marketingexperten aus dem In- und Ausland besucht wurde, in die Zukunft der Märkte und des Konsums. So berichtete etwa Dr. Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung in seinem Vortrag über die künftige demografische Entwicklung in Europa. Den Prognosen zufolge wird es bis Mitte des Jahrhunderts rund 50 Millionen weniger Europäer geben. Seit Mitte der 1970er Jahre gehen in Europa die Geburtenraten deutlich zurück. Da sich die Zuwanderung ungefähr in der gleichen Größenordnung bewegen wird, bleibt die Gesamtbevölkerung dabei zwar in etwa gleich groß, sie wird jedoch deutlich älter sein.

Der demografische Wandel vollzieht sich dabei auf nationaler, vor allem aber auf regionaler Ebene höchst unterschiedlich. Wirtschaftlich erfolgreiche Gebiete wie die skandinavischen Hauptstadtregionen, die Niederlande oder die Schweiz, können mit starkem Bevölkerungswachstum rechnen, in den peripheren Gebieten Mittel- und Osteuropas sind dagegen starke Bevölkerungsverluste zu erwarten. Auf den privaten Konsum werden diese Entwicklungen großen Einfluss haben. Dieser wird in Zukunft weniger von der reinen Anzahl an Konsumenten bestimmt   Weiterlesen ...

Quelle: mittelfranken.business-on.de
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