Statt bisheriger inkompatibler Lokalisierungsdaten schlägt die niederländische Firma TomTom einen neuen, freien Standard vor. Ihr OpenLR beschreibt "Verfahren und Formate für das Kodieren, Übertragen und Dekodieren kartenunabhängiger Ortsbezüge". Damit sei es möglich, Orte in einer Karte zu lokalisieren und nach der Übertragung in einer anderen Karte wiederzufinden, erläutert die Firma in einem Whitepaper (PDF-Format). Das benutzte Format sei kompakt, sodass es sich für geringe Übertragungsgeschwindigkeiten eigne. Pro Punkt benötigt es etwas mehr als 7 Byte.
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Bislang geht es bei
OpenLR nur um die Beschreibung von Linien durch "shortest paths". Eine naheliegende und von TomTom hervorgehobene Einsatzmöglichkeit ist daher das Verkehrswesen. Dies machen auch die Anforderungen deutlich, die die benutzten Karten erfüllen müssen. OpenLR setzt voraus, dass
alle Strecken einer "functional road class" zugeordnet und Eigenschaften wie "Autobahn", "Kreisverkehr", "Auffahrt" beschrieben sind,
die Koordinaten im WGS84-Format vorliegen und
Streckenlängen in Metern angegeben sind.
Zurzeit liegt lediglich die Spezifikation des OpenLR-Formats vor, samt einer ausführlichen Beschreibung der Kodierung und Dekodierung von Strecken. Demnächst will TomTom auch eine Bibliothek für das Format unter der GPLv2 zur Verfügung stellen. (ck/iX)